Funktionsschränke und Türanlagen

Vor annähernd 15 Jahren haben wir mit der Fertigung von modular aufgebauten Funktionsschränken aus pulverbeschichtetem Stahlblech oder Aluminium sowie aus Edelstahl begonnen. Konzipiert sind diese Anlagen für den meist hoch beanspruchten Einsatz in Kliniken, Arztpraxen, Apotheken, Universitäten, Sportstätten, Schwimmbädern und Laboren. Je nach Anwendungsbereich unterliegen die verschiedenen Schranksysteme zwangsläufig unterschiedlichen Anforderungsprofilen. In diesem Zusammenhang spielen immer wieder Themen wie zum Beispiel:

  • erhöhter Korrosionsschutz und desinfektionsmittelbeständige Oberflächen,
  • verminderte Verletzungsgefahr durch gerundete Bauteilkanten und -ecken,
  • verwindungssteife und formstabile Flächen durch Sandwich-Paneel-Bauweise,
  • wand- und deckenseitige Anschlussverblendung nach örtlichem Aufmaß,
  • selbstzuhaltende Scharnierung und selbsteinziehende Teleskop-Schubauszüge,
  • Verwendung einstellbarer Modulscharniere oder stabiler Zapfenbänder,
  • staubgeschützte Tür-Konstruktion durch umlaufende Silikon-Dichtung,
  • höhenverstellbare Einlegeböden und/oder Garderobenstange mit Kleiderhaken,
  • höhenverstellbare Anlagen-Sockel zum Ausgleich von Bautoleranzen,
  • hygienisch unbedenkliche Konstruktion durch Minimierung von Spalten,
  • Ausführung in ISO- oder EURO-Modulbaureihe nach Wahl,
  • baugleiche Ausführung von Hoch-, Unterbau- und Wandhängeschränken,
  • Arbeitsplatten und Spritzschutzwände aus Edelstahl als Zubehör,
  • Fronten aus HPL-Vollkunststoff oder in Holz-Optik optional sowie
  • mögliche Sonderausführungen und individuelle Schrank-Ausstattungen

eine Rolle. Diese Punkte gilt es im Zuge der jeweiligen Objektbearbeitung umfassend zu klären. Grundsätzlich werden auch in diesem Produktsegment alle Bauteile von uns ausschließlich auftragsbezogen produziert, wobei wir – insbesondere im Bereich der medizinischen Funktions-Schrankanlagen und deren Ausstattung mit systembedingtem Zubehör – eng mit unserem Vertriebspartner, der MG-Objekteinrichtungen GmbH zusammenarbeiten.

Da nicht in allen Fällen die Verkleidungsoberteile von Innenfassaden leicht de- und remontierbar gestaltet und ausgeführt werden können oder dürfen, ist gelegentlich der Einbau objektspezifischer Revisionsöffnungen in Form von Türanlagen oder Wartungspaneelen erforderlich. Sollen diese von außen nicht direkt als solche erkennbar sein, so bietet sich die Ausbildung von großflächigen Tapetentüranlagen an. Das macht die Verwendung von innenliegenden Bändern sowie ein ausgesteiftes Traggerüst erforderlich. Als Zuhaltung kann hier beispielsweise ein Magnetschnäpper oder ein Push-Lock-Verschluss eingesetzt werden. Die so optisch an den Aufbau der angrenzenden Wandverkleidung angepasste Konstruktion sorgt damit für einen harmonischen Gesamteindruck. Generell stellen solche Anlagen einen erhöhten Anspruch an eine maß- und detailgetreue Ausführungsplanung, an eine präzise Fertigung sowie an eine exakte Montage der Bauteile vor Ort.

Dagegen müssen Türanlagen in anderen Fällen effektiv gegen unbefugtes Öffnen gesichert werden. Das gilt beispielsweise für Einhausungen von lüftungstechnischen Anlagen-Komponenten mit Wetterschutzgittern oder für WC-Trennwandanlagen in Sonderausführung. Im Bereich der Einbauschlösser und Drehriegelverschlüsse gibt es mittlerweile ein sehr breit gefächertes Angebot an Serienprodukten. Im Einzelfall gilt es dieses, in Verbindung mit der Scharnierung, konstruktiv sinnvoll und funktionsgerecht auszuwählen und optimal in die Verkleidung zu integrieren. So lassen sich individuell gestaltete WC-Anlagen oder Garderobenschränke ebenso realisieren, wie Schachtverkleidungen oder abschließbare Regalanlagen mit vorgebauten Falttüren.